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Unser Ganztagskonzept

1. Die Neue Oberschule Gröpelingen – eine gesunde Schule

Die Neue Oberschule Gröpelingen versteht sich als eine gesunde Schule für alle Schülerinnen und Schüler und das dort arbeitende Personal. Sie sieht sich als Teil der Lebenswelt aller an ihr Beteiligten. Wir sind eine Schule, die den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit bietet für Schulisches auch in der Schule Unterstützung zu finden. Insofern versteht sich unser Ganztagsbereich als Teil des Unterrichts. Im Rahmen unseres Profilbausteins „Gesunde Schule“ verfolgen wir das Ziel, die Qualität unserer Arbeit und die Bildungsangebote für unsere Schülerinnen und Schüler stetig weiterzuentwickeln. Wir wollen mit unserem Ganztagskonzept die Jugendlichen dabei unterstützen ihre Begabungen in vollem Umfang zu entfalten und ihnen damit zu ihrem bestmöglichen Bildungsabschluss zu verhelfen. Die Neue Oberschule Gröpelingen möchte nach dem Leitbild einer gesunden Schule arbeiten, wie es im Orientierungsrahmen für unser Schulprogramm verankert ist. In diesem Zusammenhang ermöglicht der Ganztagsbereich die für die seelische und körperliche Gesundheit so wichtigen Momente der Entspannung, des Miteinanders und der sportlichen sowie musischen Betätigung. Die tägliche Bereitstellung einer warmen gesunden Mittagsmahlzeit ist ein weiteres Ziel des Ganztagskonzept und damit unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden Schule.

2. Begründung für das Konzept einer gebundenen Ganztagsschule

Die gebundene Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, den Tag zu rhythmisieren und zu entschleunigen. Sie nimmt damit Rücksicht auf das Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler sowie der dort Lehrenden nach Möglichkeiten des „Außer-der-Zeit-seins“ und der informellen Kommunikation. Darüber hinaus können zusätzlich zum Unterricht im Bereich des Ganztags individuelle Anregungen und Herausforderungen für Kinder mit besonderer Begabung bereitgestellt werden. Aber auch individuellen Schwächen oder Lerndefiziten kann in diesen Zeiten mit gezielter Hilfe und Förderangeboten begegnet werden. Auch das Thema Hausaufgaben wird in der gebundenen Ganztagsschule auf ein Minimum reduziert, weil individuelle Arbeitszeiten im Laufe des Schultages ermöglicht werden. In einer Zeit, in der vielfach beide Elternteile arbeiten, Familienbande nicht immer verlässlich sind, übernimmt die gebundene Ganztagsschule zentrale Aufgaben: Sie ist zu einer Lebenswelt geworden, in der die Jugendlichen sich einerseits für ihre Zukunft fit machen und andererseits auch die Gemeinschaft fördernde, familienähnliche Strukturen finden können, die ihnen die Sicherheit geben, die sie für ihr Aufwachsen und erfolgreiches Lernen brauchen.

3. Grundlagen für Schüler- und Elternbeteiligung

Die Ganztagsschule bietet eine Fülle von Beteiligungsmöglichkeiten, Mitverantwortung sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Eltern. An einigen Beispielen sei aufgezeigt, in welcher Weise sich die Schülerinnen und Schüler im Ganztagsbereich einbringen können: – Spiel- und Sportzeugausleihe während der Pausen – Schülerclub – Beteiligung in einem Mensaausschuss – Schulsanitäter – Mithilfe in der Bibliothek – Schüler helfen Schülern – Freizeitangebote von Schülern für Schüler Eltern können sich im Rahmen des Ganztags ebenfalls in vielfältiger Weise einbringen. Dies sind zum Beispiel: – Zusatz- und Ergänzungsangebote – Aufgabenbetreuung – Schulraumgestaltung – Verpflegung in der Schule – Feste und Feiern – Entwicklung einer Vereinbarungskultur – Mitwirkung bei Konfliktlösungen – Mitwirkung bei der Konzeptgestaltung und – weiterentwicklung

4. Ganztagsspezifische Unterrichtsstrukturen

Unsere Ganztagsschule bietet besondere Möglichkeiten die individuellen Stärken der Schülerinnen und Schüler anzuregen und weiterzuentwickeln. Der Unterricht gemäß Stundentafel ist eng gekoppelt mit offenen Lernzeiten, so dass individuelle Lerntempi berücksichtigt werden. Dieses individualisierte Lernen findet man im Stundenplan unter Begriffen wie Arbeitsplan, Projektlernen, Werkstätten, Förder- und Extraangebote wieder. Dabei knüpfen wir an Erfahrungen mit offenen Lernformen aus der Grundschule an und setzen diese fort. Der Schultag wird eingeleitet durch einen einstündigen offenen Beginn (s.u.). So weit wie möglich soll der sich anschließende Unterricht täglich mit einer Phase des selbstständigen Lernens (Arbeitsplan) beginnen, um diese Arbeitsform stärker abzusichern und zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Ein Vormittag pro Woche steht den Schülerinnen und Schülern für Projektarbeit im dafür vorgesehenen Offenen Lernen (OL) zur Verfügung. So lernen sie ausdauernd und zielorientiert an einem Thema zu arbeiten, denn sie finden hier die Zeit sich in ihr Thema zu vertiefen. Die übrigen Unterrichtszeiten sind weitgehend als Doppelstunden organisiert. Dies trägt ebenfalls zur Konzentration auf die Sache und gleichzeitig zur Entschleunigung des Schultages bei. Der offene Schluss ( s.u.) lässt wiederum viel Raum für individualisiertes Lernen und die Förderung individueller Begabungen.

5. Rhythmisierung/ Tagesablauf

Wie unter Punkt 2 erwähnt bietet die Ganztagsschule die Möglichkeit, den Tag sinnvoll zu rhythmisieren. D.h. es wechseln sich Zeiten der Anspannung mit Zeiten der Entspannung ab. Die Pausen können zum Essen und als Bewegungspausen genutzt werden. Sie sind aber auch so lang, dass man eigenen Interessen nachgehen kann. Der offene Beginn, die „Gleitzeit“, sorgt für ein ruhiges Ankommen und bietet damit die Basis für die anschließend geforderte Konzentration auf fachliche Inhalte. Während dieser Zeit haben Extra- und Förderangebote ihren Platz. Ebenso ist Zeit für individuelles Lernen. Der offene Schulschluss mit unterschiedlichen (Pflicht-)Angeboten wiederum lässt den Schülerinnen und Schülern zwar die nötige Freiheit ihren Nachmittag selbstverantwortlich zu gestalten, bietet andererseits aber attraktive Möglichkeiten zusätzlich zum Unterrichtsangebot noch persönliche Stärken auszubauen bzw. Lerndefizite aufzufangen.

5.1. Der offene Beginn

Der offene Schulbeginn sorgt für ein ruhiges Ankommen der Schülerinnen und Schüler. Diese sog. „Gleitzeit“ ermöglicht Gespräche mit Mitschülerinnen und Mitschülern und Lehrkräften. Sie bietet ebenfalls Zeit und Raum für Förder- und Extraangebote. Förderkurse z.B. in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik haben hier ihren Platz. Weitere Angebote richten sich dabei flexibel nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs. Kinder und Jugendliche mit besonderer Begabung erhalten während dieser Zeit ein besonderes Angebot, welches ihr Interesse weckt und fördert. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler zu dieser Zeit Gelegenheit, Aufgaben zu erledigen oder ihren Ämtern nachzukommen. Die Teilnahme an bestimmten Förderkursen kann auch verpflichtend sein. Alle Beteiligten sollen sich über erwünschte Regeln und Grundsätze für diesen offenen Beginn austauschen.

5.2. Die Frühstücks- und Bewegungspause

Diese erste halbstündige Pause nach dem offenen Beginn und dem ersten Unterrichtsblock lässt Zeit für ein kleines Frühstück und/ oder Bewegung an der frischen Luft. – Um das Bedürfnis der Kinder nach Bewegung zusätzlich anzuregen, gibt es Spielgeräte, die bei Bedarf ausgegeben werden. Auch den Lehrkräften lässt die lange Pause genügend Zeit zur Entspannung und darüber hinaus noch etwaige organisatorische Aufgaben bzw. kurze Absprachen.

5.3. Die Mittagspause mit Mittagessen

Mittagszeit ist Essenszeit und Pausenzeit. Sie soll das größte Entspannungselement im Tagesablauf der Ganztagsschule sein. Entsprechende Angebote auf dem Schulhof, in der Turnhalle und im Schulgebäude ermöglichen je nach individuellem Bedürfnis Rückzugsmöglichkeiten, Anregung, soziales Leben, intensive Kommunikation oder ausgelassene Bewegung. Als Beispiele seien hier genannt: Sportangebote, musisch-künstlerische Angebote sowie Angebote zu unserer mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausrichtung. Die Mathematik-Lernwerkstatt soll die Neugier der Kinder wecken und einladen zu offenen Experimenten und Beobachtungen im Zusammenhang mit Mathematik und den Naturwissenschaften. Schülerinnen und Schüler, die während der Mittagspause eher Ruhe brauchen und für sich sein wollen, gehen in einen dafür einzurichtenden Ruheraum. Ein weiterer Mittelpunkt der Mittagspause ist das gemeinsame Mittagessen. Dies kennen viele Kinder bereits aus ihrer Grundschule. Für den fünften Jahrgang ist das Mittagessen verpflichtend. Wer nicht das von der Schule angebotene Essen einnimmt, bringt sich entsprechende Verpflegung für die Mittagspause mit. Das gemeinsame Mittagessen in Begleitung einer Lehrkraft aus dem Klassenleitungstandem oder der Sozialpädagogin ist Teil des pädagogischen Konzepts der Neuen Oberschule Gröpelingen: Denn Essen in der Schule ist mehr als nur ein „Satt-Macher“: Es unterstützt die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und beugt vielen Krankheiten vor. Darüber hinaus fördert das regelmäßige Mittagessen ein gesundes Essverhalten. Gleichzeitig trägt es bei zur Pflege der Esskultur und Einübung von Tischsitten. Und ganz nebenbei stärkt das gemeinsame Essen das soziale Miteinander, fördert die Kommunikation und schafft Entspannung.

5.4. Das offene Ende

Die Schule nutzt das offene Ende für diverse Werkstätten, wie z.B. Zirkus, Musik, Theater, Experimentieren. Diese Angebote werden entweder von Lehrkräften oder in Kooperation mit Stadtteileinrichtungen vor Ort, Vereinen, Musikschulen und Museen von außerschulischen Honorarkräften angeboten. Schülerinnen und Schüler, die nachmittags an Sport- und Musikangeboten außerhalb der Schule teilnehmen, erhalten weiterhin die Möglichkeit dazu.